Schücking-Museum Sögel

Literaturmuseum

Archiv für Literatur-Forschung

Schücking-Gesellschaft e.V.

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Levin Schücking

Levin Schücking (1814-1883)

Das Schücking-Museum wurde 1997 eröffnet. Träger ist die literarische Schücking- Gesellschaft mit Unterstützung der Gemeinde Sögel. 

Das Museum und das angeschlossene Forschungsarchiv präsentieren 600 Jahre Kulturgeschichte und deutsche Literaturgeschichte.

Es bewahrt und erforscht den Nachlass des im 19. Jahrhundert bedeutenden Schriftstellers und Journalisten Levin Schücking (1814-1883), der aus Sögel stammt.

Schücking gilt auch als Freund und bedeutendster Förderer der Annette von Droste-Hülshoff. 

Das Schücking-Museum ist das einzige Literaturmuseum in Westniedersachsen.

Lebensdaten:  

 6. 9. 1814 

 

Geburt in Meppen/Ems

 

1815-1829    

 

 

Kindheit und Jugend in Sögel/Emsland

Erste literarische Gehversuche

 

1829-1833 

 

Besuch der Gymnasien Paulinum in Münster und Carolinum in Osnabrück

 

1830 

 

Erstes Zusammentreffen mit Annette von Droste-Hülshoff

 

1831  

 

Tod der Mutter, der Dichterin Catharina Busch

 

1832  

 

Der verwitwete Vater Paulus Modestus Schücking heiratete Gesine Brück

 

1833-1837 

 

Studium der Jurisprudenz an den Universitäten in München, Heidelberg und Göttingen

 

1837

 

 

 

Erneutes Zusammentreffen mit Annette von Droste-Hülshoff in Münster

Beginn der Zusammenarbeit mit Karl Gutzkow und erste Veröffentlichungen im Telegraph für Deutschland

Beginn seiner journalistischen und literarischen Tätigkeit

 

1839

 

 

 

 

Beginn der lebenslangen Freundschaft mit Ferdinand Freiligrath und Vertiefung der Freundschaft mit Karl Gutzkow

Zeitweilige Zusammenarbeit mit Friedrich Engels

Beginn der Promotortätigkeit für die Droste-Werke

Übernahme und Fertigstellung des „Malerischen und romantischen Westphalen“ von Freiligrath

 

1840

 

Friedrich Engels besucht Schücking in Münster (gemeinsame nicht realisierte literarische Pläne)

 

1841

 

 

Herausgabe von „Das Malerische und romantische Westphalen“

Schücking setzt sich deutschlandweit für die Fertigstellung des Kölner Domes ein

 

1841-1842 

 

 

 

 

 „Der Dom zu Köln und seine Vollendung“ erscheint

Aufenthalt auf der Meersburg als Bibliothekar des Freiherrn von Lassberg und gemeinsame literarische Arbeiten mit der Droste

Schücking verstärkt seine Promotortätigkeit für die Droste

Erste Romanveröffentlichung „Das Stiftsfräulein“

 

1842-1843

 

 

Hofmeisterstelle beim Fürsten Wrede in Ellingen/Bayern

Brieffreundschaft mit Louise von Gall beginnt

 

1843

 

Heirat mit Louise von Gall in Darmstadt

 

1843-1845 

 

 

Redakteurstätigkeit bei der Allgemeinen Zeitung in Augsburg

Schücking gewinnt zunehmende Bedeutung als Kulturkritiker in den deutschen Feuilletons

 

1844 

 

 

19. 12. Augsburg: Geburt des Sohnes Lothar

Herausgabe der Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff bei Cotta

 

1845-1852

 

 

 

 

Redakteur und Leiter des Feuilletons der Kölnischen Zeitung

Schückings Feuilleton wird Vorbild für andere Zeitungen und er führt den Fortsetzungsroman in der Tageszeitung ein

Schücking wird einer der ersten deutschen Auslandskorrespondenten (Italien, Frankreich)

Er fordert Pressefreiheit, Frauenemanzipation, die Einigung Deutschlands

 

1846 

 

 

 

 

10. 1. Geburt der Tochter Gerhardine

Der umstrittene Roman „Die Ritterbürtigen“ erscheint

Der Literaturkritiker Robert Prutz bezeichnet „Die Ritterbürtigen“ als einen der besten zeitgenössischen Romane

Entfremdung zwischen der Droste und Schücking

 

1847 

 

 

 

 

Korrespondententätigkeit in Italien

Reise zu Heinrich Heine in Paris. Heine gibt Schücking eigene Arbeiten zur Veröffentlichung in Deutschland mit Berichte über Heines „Exil“ in der deutschen Presse

Berichte über Heines „Exil“ in der deutschen Presse

 

1848-1849

 

 

 

 

 

 

Erneuter Besuch bei Heine in Paris, diesmal zusammen mit seiner Frau Louise von Gall

Publizistischer Beobachter in der Frankfurter Paulskirche bei der Gründung des ersten freigewählten deutschen Parlaments und engagierter liberaldemokratischer Kommentator und Kritiker der politischen Ereignisse

Herausgabe einer Biografie über den ersten freigewählten Präsidenten eines gesamtdeutschen Parlaments, Heinrich von Gagern

Schriftwechsel mit Heinrich von Gagern

Leitartikel zur europäischen Gesamtpolitik und für mehr demokratische Bürgerrechte, erneut gegen die deutsche Kleinstaaterei

 

1848

 

 

  Karl Marx und Friedrich Engels kritisieren in polemischen Artikeln mehrfach Schückings liberale Haltung und seine Kommentare in der Kölnischen Zeitung

Tod der Annette von Droste-Hülshoff

 

1849

 

19. 4. Geburt der Tochter Theopahie

 

1852

 

 

 

13. 7. Geburt des Sohnes Adrian

Beendigung der Tätigkeit bei der Kölnischen Zeitung und Erwerb des Anwesens im westfälischen Sassenberg

Beginn seiner Tätigkeit als freier Schriftsteller, Kritiker und Editor

 

1854

 

19. 9. Geburt der Tochter Adolphine (gest. 9. 12. 1854)

 

1855

 

Tod der Ehefrau Louise von Gall

 

1862 

 

Herausgabe der Droste-Biografie „Annette von Droste – ein Lebensbild“

 

1864  

 

Ehrendoktorwürde der Universität Gießen

 

1878-1879

 

Herausgabe der Gesammelten Schriften der Annette von Droste-Hülshoff

 

1877-1883  

 

Veröffentlichung seiner unvollendeten „Lebenserinnerungen“ in den Westermanns Monatsheften (1886 in Buchform erschienen)

 

1883   

 

31. 8. Tod in Bad Pyrmont

 

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