Sögel (kd)
„Nie zuvor ist mir eine Entscheidung schwerer gefallen als diese. Angesichts der entsetzlichen Situation des
Schücking-Museums und meiner Person muss ich das Museum und die Arbeit dort aufgeben." Mit diesen Worten hat Heinz Thien gestern einen Schlussstrich unter sein Engagement zum Aufbau eines Schücking-Museums in Sögel gezogen. Die Arbeit in dem Museum mit seinem inzwischen sehr umfangreichen Arbeitsarchiv habe ihm viel Freude bereitet, und er werde die Schücking-Forschung, die er immerhin seit mehr als zwölf Jahren betreibe, auch nicht aufgeben,' sondern privat fortrühren, teilte Thien mit. Vor rund fünf Jahren war in Sögel an der Schlaunallee ein Museum eingerichtet worden, das an den Publizisten und Literaten
Levin Schücking (1814-1883) erinnern sollte. Gewinnen für das Haus konnte die örtliche Schücking-Gesellschaft auch einen Teil des Nachlasses des Schriftstellers, der seine Jugend in Sögel verbracht hatte.